Das Wort für Samstag, 19. Mai 2012

Ich will warten auf den Herrn, der sein Angesicht verbirgt vor dem Haus Jakobs, und will auf ihn hoffen.

Jesaja 8,17

Nur auf Gott wartet still meine Seele; von ihm kommt meine Rettung.

Psalm 62,2

Portrait: Ralf Schumacher

Ich lebe mein Leben ganz bewusst mit Gott

Hallo Ralf, und danke, dass Du Dir Zeit nimmst. Ich bin sehr gespannt, was sich so hinter der Person eines Ältesten verbirgt. Kannst Du Dich bitte einmal vorstellen und uns sagen, wie Du zur Gemeinde gekommen bist:

Mein Name ist Ralf Schumacher, Jahrgang 1960, und seit mittlerweile 26 Jahren verheiratet mit meiner Frau Ursula.
Meine Eltern gehören solange ich denken kann zu dieser Gemeinde und haben mir christliche Werte vermittelt, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Im Alter von 12 Jahren habe ich mich entschieden, Jesus in mein Leben einzubeziehen und habe mit taufen lassen.

Seitdem Du hier bist, hast Du so einige Aufgaben in der Gemeinde übernommen und jetzt bist Du Ältester der Gemeinde. Wie wird man Ältester in so einer Gemeinde?

Schon früh habe ich mich in der Gemeinde engagiert. Angefangen bei der Kinder- und Jugendarbeit, bis hin zum Kreis junger Erwachsener und diversen Hauskreisen. Nach dem Besuch der Bibelschule Wiedenst gemeinsam mit meiner Ursula vor 25 Jahren predige ich auch in unserer Gemeinde. Nachdem ich als Diakon zuständig war für den Bereich der Gottesdienste bin ich nun seit zwei Jahren Ältester dieser Gemeinde.

Was hat Dich dazu gebracht die Berufung in diesen Dienst anzunehmen?

Ich habe ganz stark den Eindruck, dass Gott mich in den letzten Jahren auf diesen Dienst in der Gemeinde vorbereitet hat. Da ich mein Leben ganz bewusst mit Gott lebe und er Herr in meinem Leben ist, bin ich bereit, mich von ihm dort gebrauchen zu lassen, wo er mich haben will. Die Gemeinde hat die Berufung Gottes zu diesem Dienst bestätigt. Ich habe vor einiger Zeit einmal meinem Chef gesagt: "Im Beruf arbeite ich für meinen Lebensunterhalt, in der Gemeinde arbeite ich für die Ewigkeit!" Das ist es, was mich treibt, mich mit meinem ganzen Leben, meiner Zeit, meinem Geld und meiner Kraft für die Sache Gottes einzusetzen.

Für Gott ist Gemeinde ja ziemlich wichtig. Was findest Du an Gottes Idee von einer Gemeinde besonders gut?

Gemeinde ist für mich wie ein zweites zu Hause. Gemeinschaft mit andern Christen, so verschieden sie auch sein mögen, ist immer wieder eine Herausforderung, der ich mich stellen möchte. Gemeinsam Gott loben, gemeinsam Gott dienen, gemeinsam andere Menschen mit Jesus Christus in Berührung bringen, was gibt es schöneres? Ich finde immer wieder das Bild vom Leib etwas ganz besonders hilfreich, wenn es um Gemeinde geht und darum, wie Gott sich Gemeinde vorstellt. Jeder ist wichtig, jeder wird gebraucht. Jeder hat eine Aufgabe von Gott, die für die Gemeinde nötig ist.

Bleibt, bei soviel Einsatz für Gott, eigentlich noch Zeit für die Familie?

Die Zeit in der Familie ist für mich sehr wichtig. Ganz wichtig für mich ist auch, dass meine Frau hinter mir steht und mir den Rücken stärkt. Es gibt Zeiten, in denen unsere Gemeinsamkeit sicherlich auch zu kurz kommt.

Gibt es neben der Gemeinde noch Hobbys und andere Aktivitäten die Du gerne machst?

Alles, was mit Musik zu tun hat aktiv und passiv. Ich bin froh, dass es mir meine Eltern ermöglicht haben, Klavier und Gitarre zu lernen. Und da bin ich dann auch schon wieder in der Gemeinde ...
Musik hören und genießen ist für mich auch sehr wichtig. Ein weiteres Hobby ist fotografieren.

Was denkst Du, wenn Du an die Zukunft der Gemeinde denkst.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass Menschen durch die Gemeinde mit Jesus Christus in Berührung kommen, sich von ihm ansprechen lassen, und sie ihr Leben Jesus übergeben. Gemeinde soll Menschen helfen, mit Gott zu leben, ihn besser kennen zu lernen.
Wenn ich an die Zukunft der Gemeinde denke, dann denke ich an eine Gemeinde, die nicht genügend Platz hat, weil so viele Menschen sich für Gott interessieren und Gott begegnen wollen.

Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast. Wir wünschen Dir alles Gute und Gottes Segen.

Ralf Schumacher im Dialog mit Wolfgang Schulz